(Hommage an Olivier Messiaen und George Herbert Mead)
Die Katze macht Miau, Miau,
hört sie der Vögel Gezwitscher von Messiaen.
Am „Erwachen der Vögel“ findet sie Gefallen,
leicht bewegen sich dabei die Krallen,
Speichel sammelt sich in ihrem Mund,
Schluckbewegungen im Schlund.
Alle Stücke über die Gesänge der Grasmücken
finden ihr Entzücken.
Ihr schönster Traum: Es wär so fein,
bei der Predigt gewesen zu sein,
die von Assisi der Franz
den Vögeln gehalten.
Bei diesem Gedanken wedelt ihr Schwanz.
Voll Schwermut sagt sie da zu sich:
„Wie gerne würde ich
unter ihnen sitzen,
die Ohren spitzen,
den frommen Worten lauschen.
Und wehe, zwei Vögel würden plauschen,
die Andacht stören
anstatt zuzuhören!
Dem Gotteswort zulieb würd ich sie packen,
dass ihre Genicke nur so knacken.“
Doch das ist reine Phantasie,
machen würd die Katz das nie,
denn Messiaens Musik verwandelt ihre Natur
zu einer Katze mit Kultur.
Was bleibt, das ist ein trauriges Miau,
hört sie das Vogelgezwitscher von Messiaen.
Wenn ich der Jandl gewesen wär,
hätt ich nicht so gute Gedichte geschrieben wie er.
Wenn der Jandl ich wär,
würd er sich wünschen,
er wär er.
Was hier vorliegt, ist ein großartiger Roman,
was sag ich da: ein Jahrhundertwerk der Literatur:
Es ist nicht bloß ein Schlüsselroman,
es ist ein Schlüsselbundroman!
Ein wunderschöner Heimatfilm ist der
von der Lieb der Bauerntochter und dem Knecht!
Ihre Liebe scheint noch mehr als echt,
das macht die Augen nass.
Nächsten Samstag kommt der zweite Teil
Diesmal vom Bauernsohn und von der Magd
getroffen beide von des Amors Pfeil.
Allein schon der Gedanke dran, der jagt
mir Tränen in die Augen, lässt mich flennen,
das Herz vor Schmerzen brennen,
während die Vorschau mit „Furzsetzung folgt“ lockt.
Luft mit Duft
Fluchtweg sucht,
gleich gefunden dunkles Loch,
Nas’ sofort es roch.
Luft mit Duft glücklich lacht,
als eines Dichters Puff
in die Lyrik geschafft.